Interview mit Ronny Hauswald

Ronny Hauswald
Kaufmännisches Projektmanagement ABS Sachsen-Franken-Magistrale, kaufmännischer Teamleiter Projekte Leipzig – Werdau
Wie würden Sie Ihre Rolle als kaufmännischer Projektleiter beschreiben und welche Aufgaben stehen dabei für Sie im Mittelpunkt?
Als kaufmännischer Projektleiter verantworte ich die wirtschaftliche Steuerung von Projekten. Dazu gehören die Budgetplanung, das Kosten- und Chancenmanagement, kaufmännische Bewertungen sowie die Begleitung vertraglicher Themen.
Mein Ziel ist es, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass das Projekt erfolgreich umgesetzt werden kann und fundierte Entscheidungen auf einer transparenten Datengrundlage getroffen werden.
Welche Methoden nutzen Sie, um Kosten, Termine und Projektziele erfolgreich im Blick zu behalten?
Für die Projektsteuerung nutze ich regelmäßige Soll-Ist-Vergleiche, Forecasts und aussagekräftige Projektberichte. Dadurch erhalte ich frühzeitig Transparenz über die aktuelle Entwicklung und kann Trends oder Handlungsbedarfe erkennen.
Darüber hinaus helfen mir eine strukturierte Planung und klar definierte Meilensteine dabei, die Zielerreichung kontinuierlich nachzuverfolgen.
Wie gehen Sie mit Budgetabweichungen oder unerwarteten wirtschaftlichen Herausforderungen in einem Projekt um?
Zunächst analysiere ich die Ursachen und bewerte die Auswirkungen auf Budget, Termine und Projektziele. Anschließend leite ich gemeinsam mit den relevanten Beteiligten geeignete Maßnahmen ab, um Risiken zu begrenzen und die Projektziele bestmöglich zu sichern.
Wichtig ist dabei, Entscheidungen auf Basis belastbarer Informationen zu treffen. So lassen sich Herausforderungen meist frühzeitig adressieren und die Projektziele weiterhin im Blick behalten.
Welche Bedeutung hat für Sie die Zusammenarbeit zwischen kaufmännischen und technischen Projektbeteiligten?
Für mich ist es besonders wichtig, eine gemeinsame Sprache zwischen den kaufmännischen und technischen Projektbeteiligten zu finden. Nur wenn alle an einem Strang ziehen und die gleichen Ziele verfolgen, kann ein Projekt erfolgreich umgesetzt werden. Eine enge Zusammenarbeit und eine offene, klare Kommunikation sind dabei entscheidend.
Da sich technische und kaufmännische Themen gegenseitig beeinflussen, setze ich auf einen regelmäßigen Austausch mit allen Beteiligten. So können Risiken frühzeitig erkannt, fundierte Entscheidungen getroffen und gemeinsam praktikable Lösungen entwickelt werden.
Welche Faktoren sind Ihrer Meinung nach entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg eines Projekts?
Entscheidend sind für mich eine realistische Planung, klare Zielvorgaben und ein aktives Kostenbewusstsein über den gesamten Projektverlauf. Ebenso wichtig sind Verlässlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und eine konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten. Letztlich entsteht Projekterfolg nicht allein durch Prozesse und Kennzahlen, sondern vor allem durch Menschen, die gemeinsam an einem Ziel arbeiten.
Ein Zitat von Henry Ford bringt das für mich gut auf den Punkt: „Zusammenkommen ist ein Beginn, Zusammenbleiben ist ein Fortschritt, Zusammenarbeiten ist ein Erfolg.“
Wie priorisieren Sie Aufgaben im Projektalltag?
Bei der Priorisierung orientiere ich mich vor allem daran, welchen Einfluss eine Aufgabe auf Projektziele, Termine, Budget oder Risiken hat. Themen mit hoher Auswirkung oder dringendem Handlungsbedarf erhalten dabei Vorrang. Gleichzeitig achte ich darauf, den Blick für die langfristigen Projektziele nicht zu verlieren.
Eine strukturierte Arbeitsweise und klare Verantwortlichkeiten helfen mir dabei, die verfügbaren Ressourcen zielgerichtet einzusetzen und auf veränderte Rahmenbedingungen flexibel zu reagieren.
Juli 2026