Brückengeheimnisse – Entdecken, staunen, rätseln

Hier gibt es was zum Staunen

Kleine Schwester, große Schwester

Als echter Zugvogel bin ich immer unterwegs. Wenn mir langweilig ist, fliege ich schnell mal rüber zur großen Schwester der Elstertalbrücke: der Göltzschtalbrücke. Man nennt die beiden auch Geschwister, weil sie

  • fast zur gleichen Zeit gebaut wurden,
  • zum großen Teil aus Ziegelstein gebaut wurden und
  • mit ihren Rundbögen wie Verwandte aussehen.

Um von einer Brücke zur anderen zu wandern, braucht ihr zu Fuß etwa sieben Stunden. Ich als Zugvogel bin ich natürlich schneller unterwegs: Luftlinie 12 Kilometer!

Darf ich vorstellen: die Bewohner

Schaut mal nach oben! Die Elstertalbrücke ist zwar aus Stein, aber da ist richtig Leben drin! Zwischen den Pfeilern, in Mauerritzen und extra aufgehängten Kästen haben viele Tiere ein Zuhause gefunden.

  • über 10 Fledermausarten (z. B. mit lustigen Namen wie Graues Langohr, Mopsfledermaus oder Großer Abendsegler)
  • mehr als 30 Vogelarten (z. B. Turmfalke, Wanderfalke und Mauersegler)

Kannst du die Nistkästen entdecken? Sie sehen ein bisschen aus wie kleine Häuschen oder Kästen an der Brücke. Dort ziehen die Vögel ihre Jungen groß, und Fledermäuse schlafen am Tag kopfüber darin. Das würde ich mir ja nie trauen – und ihr? 
Zusammen bilden Vögel, Fledermäuse und Reptilien eine harmonische Tier-WG.

Brückengeschichte(n)

Als die Elstertalbrücke gebaut wurde, gab es noch keine großen Baumaschinen wie Bagger oder Kräne. Und auch keine anderen modernen Baumaschinen, die einem die Arbeit erleichtern. Die Millionen von roten Ziegelsteinen wurden direkt an der Baustelle von Hand hergestellt und dann sorgfältig in Teamarbeit aufeinandergesetzt. 

Das zeigt, wie geschickt die Baumeister früher waren. Aber auch die hatten noch ältere Vorbilder: Erste Gewölbebrücken gab es schon bei den alten Römern.